Dienstag, 1. April 2014

Kaiserschmarrn - Traditionell, klassisch, lecker...

Ich freue mich heute eine sehr liebe Person vorstellen zu dürfen. Kennengelernt habe ich sie in Münster bei einem Food Photography Workshop von Liz&Jewels. Wir haben uns sofort gut verstanden und sind auch schnell ins Gespräch gekommen.


Mir gefiel sofort ihre Art. Eva hat eine sehr liebe und offene Art an sich, die man einfach mögen muss. Als ich dann ihren Blog "Foodtastic" und ihre toll fotografierten Rezepte sah, war ich echt begeistert. Ihr Blog ist auch daher so besonders, da sie, wie viele andere auch eine Glutenunverträglichkeit hat und demnach sind viele ihrer Rezepte auch angepasst. Auch gibt es immer wieder Produkt-, Restaurant- und Reise-Tipps.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass Eva aus dem schönen Österreich kommt? Nein?! Na, dann wisst ihr es aber spätestens jetzt. ;)





Natürlich gibt es auch in Österreich eine Nationalspeise. Ihr könnt euch sicher schon denken, welche es ist, oder?

Genau. Es handelt sich um den Kaiserschmarrn, wie ich finde, eine sehr leckere Nachspeise ist. 


Bei dem Kaiserschmarrn handelt es sich um eine Mehlspeise und wie diese zu ihrem Namen kam, dass erzählt euch die liebe Eva.



Österreicher mögen ihre Mehlspeisen: Angefangen von Palatschinken (Pfannkuchen), Salzburger Nockerl, Sachertorte, Apfelstrudel, Marillenknödel, Buchteln bis hin zu den Germ (=Hefeteig)knödeln. Natürlich gehört zu den klassischen österreichischen Mehlspeisen auch der Schmarren, im Speziellen der Kaiserschmarrn.

Zum Kaiserschmarrn gibt es viele verschiedene Anekdoten. Die beliebteste Legende besagt, dass im Jahre 1854 der Wiener Hofpatissier anlässlich der Hochzeit von Kaiser Franz Josef I. und seiner Gemahlin Elisabeth, genannt Sisi, eine Mehlspeise kreierte. Sisi war bekanntlich immer sehr auf ihre schlanke Linie bedacht und lehnte das Dessert ab. Franz Josef, der seine Mehlspeisen liebte, nahm daraufhin Sisis Teller und meinte lächelnd „Na dann gib mir halt mal den Schmarrn* her, den unser Leopold da wieder z’amkocht hat.” Weil dem Kaiser das Gericht so gut schmeckte, wurde es am Hof eine beliebte Mehlspeise und erhielt den Namen Kaiserschmarrn. [Schmarrn: umgangssprachlich für komisches Zeug, Ungereimtheiten, Unfug].


Eine andere Legende erzählt, dass Kaiser Franz Josef I. zum Nachtisch gerne Palatschinken (Pfannkuchen) aß. Gelangen diese dem Koch nicht gut, da sie zu dick oder rissig waren, wurden sie dem Personal als Kaiserschmarrn gereicht. Im Sinne von “A Schmarrn, des am Kaiser zu servieren”. [Ein Unfug, sowas einem Kaiser aufzutischen.]
Schmarren war ursprünglich ein einfaches Bauern-Essen“, da die meisten bäuerlichen Höfe die Grundzutaten wie Mehl, Milch und Eier immer auf Vorrat hatten. Insbesondere bei Schwerarbeitern wie Holzknechten waren (auch pikante) Schmarren sehr beliebt, da sie schnell am Feuer zubereitet und energiereich waren.
Besonders gut schmeckt der Kaiserschmarren, wenn die Eier getrennt werden und das steifgeschlagene Eiweiß unter die Masse gezogen wird. Nur so entsteht der besonders lockere, und für den Schmarrn typische, Teig. Man kann auch Topfen (Quark) in den Teig geben, dann wird nur die Hälfte des Mehls genommen. Zum Schluss wird der gebackene Schmarren mit Staubzucker (Puderzucker) bestreut und entweder mit Zwetschgenröster (Pflaumenkompott) oder Apfelmus serviert.





ZUTATEN FÜR 2 PERSONEN (KLASSISCH):

2 Eier
200 g Mehl
150 ml Milch
2 EL Zucker
1 Prise Salz
Staubzucker
2 EL Butter
(oder als Topfenschmarren mit 250 g Topfen/Quark und 100 g Mehl)

ZUBEREITUNG:

1.)    Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz in einer Schüssel steif schlagen. Eigelb, Zucker und Milch in einer weiteren Schüssel schaumig aufschlagen. Mehl und Rosinen (nach Belieben) unterrühren.
2.)    Eiweiß vorsichtig unterheben.
3.)    Butter in einer großen Bratpfanne erhitzen und den dickflüssigen Teig hineingießen. Bei schwacher Hitze die Unterseite des Teigkuchens leicht anbräunen lassen. Nach ca. 3-4 Minuten wenden und weitere 3-4 Minuten in der Pfanne backen.
4.)    Den gebackenen Teig nun mit zwei Gabeln zerreißen und zerstückeln, mit Puderzucker bestreuen und auf warmen Tellern mit dem Zwetschgenröster anrichten.
Viel Spaß beim Zubereiten!


Vielen lieben Dank Süße, dass du mitgemacht hast. Auch für das tolle Rezept und die Geschichte. Ich liebe ja die Filme von Sisi mit Romy Schneider und dann noch passend der Kaiserschmarrn *yammmi*, da kann der Tag doch nur toll werden.
Woher der Kaiserschmarrn seinen Namen hatte wusste ich vorher noch gar nicht. *schäm* Aber man lernt ja nie aus. Daher freue ich mich um so mehr, dass du uns nicht nur so ein tolles Rezept zur Verfügung gestellt; sondern auch etwas über Österreich und seine Köstlichkeit erzählt hast. Ich mag solche Anekdoten sehr. 

Ihr möchtet mehr über Eva wissen oder woher sie ihre Inspirationen nimmt? Oder mehr über ihre Rezepte und tollen Blog Foodtastic erfahren? Dann solltet ihr sie ganz schnell besuchen. Denn ihre Bilder schreien einfach nach mehr. Klick 

1 Kommentar:

  1. Hmmm Kaiserschmarrn..herrlich und erst wie er hier abgebildet ist! Bekomme gleich Lust darauf, leider gelingt er mir nie so gut *gg*
    Gruß aus dem schönen Österreich

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