Freitag, 14. Februar 2014

Kartoffelpuffert

Heute bleiben wir in Deutschland. Genauer gesagt in NRW. Ihr möchtet es noch genauer wissen? Es geht in das Oberbergische Land.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was es da wohl so leckeres gibt. Und ich sage euch, ihr könnt gespannt sein. 


Ich finde es immer wieder schön zu lesen, wie viele an seine Kindheit erinnert werden, wenn es um bestimmte Rezepte geht und was man damit verbindet. 
Man kann ja noch so alt werden, aber wir denken doch alle mit einem Lächeln zurück an "damals".
So ist es auch bei Torsten von "Der Geschmacksache-Blog", der im Oberbergischen Land aufgewachsen ist. Für die, die den "Der Geschmacksache-Blog" noch nicht kennen, stelle ich ihn euch einmal vor. Hier backt nicht nur einer, nein gleich zwei sehr nette Herren. Torsten und Sascha backen, werkeln und kochen auf ihrem Blog gemeinsam. Ja, zwei Männer die Kochen und backen. Da würde sich doch jede Frau drüber freuen. Jeden Tag von seinem Mann bekocht zu werden. Aber ich muss euch leider enttäuschen Mädels. Die beiden sind glücklich zusammen verheiratet.

Mit Leidenschaft zaubern die beiden richtig tolle Sachen. Sei es Kekse, Kuchen, dekorierte Torten oder einen super leckeren Aioli-Dip. Aber was erzähl ich euch, schaut doch einfach mal bei den beiden vorbei und lasst euch inspirieren. 

Wenn ihr aber demnächst nach "Der Geschmacksache-Blog" sucht, müsst ihr unter "Die Jungs ... Kochen & Backen" suchen. Die beiden stehen nämlich gerade mitten in den Vorbereitungen eines neuen Blog Designs und werden sich gleichzeitig umbenennen. An die Namensänderung ist der Freundeskreis schuld. :) Denn bei ihnen heißen sie nur noch "Die Jungs ... Kochen & Backen", wenn über die beiden gesprochen wird. Ich finde es eine sehr schöne Idee von den zweien sich diesen Namen zu geben.  
Aber jetzt möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen und es geht auf zum Rezept und warum Torsten dieses gewählt hat. :)





Kartoffelpuffert

"Das Rezept für diesen Puffert stammt von "Tante Ida", die bei uns im Dorf, in dem ich aufgewachsten bin, so etwas, wie die Zeitung des Ortes war ... Sie war immer über alle Geschehnisse informiert und somit musste man nur in ihren Elektroladen gehen, um die Neuigkeiten zu erfahren. Aber sie hatte auch andere Talente - der Kartoffelpuffert gehört definitiv dazu und sollte auf keiner oberbergischen Kaffetafel, neben Oma Lores weichen Waffeln, fehlen."





400 ggekochte Kartoffeln
600 g
rohe geriebene Kartoffeln
1 Würfel 
Hefe
etwas
lauwarmes Wasser
1 TL
Salz
1 Prise
Zucker
1 EL
Speiseöl
1
Ei
500 g
Weizenmehl Type 405
1 EL 
Butterschmalz



Schält am besten erst einmal alle Kartoffeln und kocht nun die dafür vorgesehene Menge mit etwas Salz im Wasser. In der Zwischenzeit reibt die restlichen Kartoffeln mit einer Reibe (ist schon etwas mühsam, aber das Brot wird leckerer, als wenn ihr sie im Mixer zu Muß verarbeitet). Es ist nicht schlimm, wenn die Kartoffeln beginnen zu oxidieren und ihre Farbe verändern, sollten die Salzkartoffeln noch nicht fertig sein. Also keine Panik bekommen ;-)
Sobald aber die Kartoffeln gar sind, stampft sie zu einem Kartoffelbrei und gebt dann die rohen Kartoffeln dazu.

Nun löst den Hefewürfel in etwas lauwarmem Wasser auf und gebt sie mit den anderen Zutaten zur Kartoffelmixtur. Knetet den Teig mit einer Küchenmaschine gründlich zu einem noch leicht flüssigem Teig. Wer sein Puffert später etwas kompakter haben möchte, kann aber gerne noch etwas mehr Mehl hinzufügen. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch...

Solltet ihr noch eine uralte große Kastenform von euren Urgroßeltern haben, reicht diese. Wenn nicht, dann nehmt am besten 2 Kastenformen in heute normaler Größe und fettet sie sehr gründlich ein und mehlt sie, bevor ihr sie befüllt.

Lasst nun das Brot/die Brote an einem warmen Ort so lange gehen, bis der aufgegangene Teig die Form fast ausgefüllt hat. Heizt den Backofen auf 165°C Ober-/Unterhitze (keine Umluft), stellt eine feuerfeste Form mit Wasser und/oder Eiswürfeln auf den boden und lasst die Brote für ca. 60 Minuten backen.

Durch die Flüssigkeit, die die Kartoffeln dem Teig geben, sollte die Kruste oben niemals zu dunkel werden, wer allerdings glaubt, es reicht jetzt an Farbe, der legt einfach etwas Alufolie darauf.

Im Oberbergischen wird der Kartoffelpuffert traditionell mit gesalzener Butter und Zuckerrübensirup oder Marmelade gegessen. Schmeckt aber auch fantastisch zu herzhaften Auflagen, wie Käse oder Schinken.

Probiert das Rezept aus und gebt uns ein Feedback, wie es euch geschmeckt hat. Aber ich glaube, dass Puffert jedem schmeckt ;-)

Euer Torsten 




Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir Torsten für das tolle Rezept. Es hört sich wirklich toll an und wird auf jeden Fall nach gebacken. Auch die Variation von herzhaft oder süß finde ich sehr toll. 

Wer mehr über die Jungs (jetzt sage ich es auch schon, :) ) erfahren möchte, sollte sie auf jeden Fall auf ihren Blog besuchen Klick.

1 Kommentar:

  1. Liebe Nadine,
    ich wünsche Dir einen wundervollen Valentinstag <3

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